• Bettina Grill

Diese seelischen Themen können hinter einem Diabetes mellitus stecken!




Der Diabetes Typ 2 ist eine Erkrankung, die etwa 8 Prozent der Menschen betrifft.

In meiner Praxis stelle ich dabei immer wieder fest, dass ähnliche seelische Themen dahinter stehen.

Eine wichtige Rolle spielen beispielsweise die Beziehung zur Mutter, besonders in unserer Zeit als Säugling, das Thema (Er-)Nährung sowie eine unterbewusste Programmierung, die "süß/Zucker" mit "Liebe" verquickt.

Welche Auswirkungen das hat und wie Sie damit umgehen können, erfahren Sie in diesem Artikel.



Inhaltsverzeichnis


Wissenswertes zum Diabetes Typ 2

Was bedeutet Diabetes mellitus?

Wie entsteht ein Diabetes Typ 2?

Was sind die Hauptsymptome?

Was ist beim Diabetes Typ 1 anders?

Die schulmedizinische Behandlung

Mögliche seelischen Themen hinter einem Diabetes mellitus

Er-Nährung - was nährt uns wirklich?

Süßer Zucker statt süßer Liebe

Die Mutter

Weitere Themen

Fazit

Wissenswertes zum Diabetes Typ 2


Was bedeutet Diabetes mellitus?


Der Diabetes mellitus – wörtlich übersetzt "honigsüßer Durchfluss" – ist eine Stoffwechselerkrankung.

Dabei ist der Blutzuckerwert so hoch, dass ein Teil von dem "Zucker" (= Glukose) mit dem Harn ausgeschieden wird und dort nachgewiesen werden kann.

Im gesunden Körper dagegen ist diese Glukose eine so wertvolle Substanz, dass der Körper bestrebt ist, kein einziges Molekül davon zu verschwenden und auszuscheiden.

Wie entsteht ein Diabetes Typ 2?


Der Diabetes Typ 2 oder auch Altersdiabetes entwickelt sich meist schleichend über einen langen Zeitraum.


Wenn über eine lange Zeit der Blutzucker zu hoch ist, meist durch eine zu reichhaltige oder falsche Ernährung, kommt es zunächst zu Anpassungen im Körper.

In der Folge kann die Glukose im Blut aber zunehmend schlechter verwertet werden, die Insulin produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse ermüden und brennen aus.

Es entwickelt sich ein Teufelskreis aus zunehmenden Blutzuckerwerten und abnehmender Insulinproduktion.


Es gibt aber auch seltenere Entstehungsweisen für einen Diabetes Typ 2, beispielsweise im Rahmen einer Schilddrüsen-Überfunktion oder einer Hormonstörung der Nebennieren.

Was sind die Hauptsymptome?


Leider bleibt ein zu hoher Blutzuckerspiegel lange Zeit unbemerkt, da er zunächst keine spürbaren Symptome macht.


Allerdings entstehen in dieser Zeit schon dauerhafte Schäden im Körper. Denn Glukose in zu hohen Mengen führt zu Schäden in den kleinen Blutgefäßen. Das betrifft vor allem das Herz, die Nieren, Augen und diejenigen Blutgefäße, die die Nerven versorgen.


Wenn sich in einem späteren Stadium dann sichtbare Symptome zeigen, kann oft nur noch eine "Schadensbegrenzung" erreicht werden.


Typische Symptome, mit denen sich ein Diabetes Typ 2 bemerkbar macht, sind:

  • Müdigkeit und Leistungsschwäche

  • häufiges Wasserlassen und großer Durst bzw. große Trinkmengen – der Körper spült das Übermaß an Blutzucker über die Nieren aus dem Körper

  • eine Abwehrschwäche mit gehäuften Infekten

  • Hautprobleme wie Juckreiz, trockene Haut oder typischerweise auch hartnäckigen Entzündungen der Haut

  • Sehstörungen

Spätere schwerwiegende Symptome, die durch die nachhaltige Schädigung der kleinen Blutgefäße entstehen, sind:

  • Durchblutungsstörungen der Füße bis hin zu einem diabetischen Fuß mit schlecht heilenden Wunden

  • Herzbeschwerden bis hin zu einem Herzinfarkt

  • eine chronische Niereninsuffizienz (der Diabetes ist die häufigste Erkrankung, die zu einer Dialyse führt)

  • Nervenstörungen, die sogenannte diabetische Neuropathie, mit Gefühlsstörungen und Bewegungsstörungen vor allem in den Füßen und Beinen

Was ist beim Diabetes Typ 1 anders?


Der Diabetes Typ 1 oder auch juveniler Diabetes ist eine Erkrankung, die meist im Kindesalter bis jungen Erwachsenenalter beginnt.

Oft wird er ausgelöst durch eine (Virus-) Infektion, in deren Folge das Immunsystem Antikörper gegen die Bauchspeicheldrüse bildet, konkret gegen die Zellen, die das Insulin bilden. Dadurch werden diese Zellen zerstört und können kein Insulin mehr produzieren.


Dabei setzt der Diabetes Typ 1 oft schnell ein, und die Insulin-Produktion kommt innerhalb relativ kurzer Zeit vollkommen zum Erliegen.

Die Patienten benötigen daher dauerhafte Insulingaben.


Die Symptome sind vielfach vergleichbar mit dem Diabetes Typ 2.

Die seelischen Themen dagegen, die den Diabetes Typ 1 bestimmen, entsprechen zusätzlich den Autoimmun-Erkrankungen und können daher in diesem Artikel nicht umfassend besprochen werden.


Über alternativmedizinische Behandlungsansätze für einige autoimmune Erkrankungen können Sie sich in diesem Artikel informieren.

Die schulmedizinische Behandlung


Die schulmedizinische und auch eine naturheilkundliche Behandlung des Diabetes beginnt in aller Regel mit der Änderung des Lebensstils:

  • eine Umstellung der Ernährung auf einen geringeren Anteil an Kohlenhydraten (vor allem Zucker und Weißmehle), dafür mehr hochwertige Fette und Eiweiße

  • eine Gewichtsabnahme bei übergewichtigen Patienten

  • mehr Bewegung und Sport

Schon recht einfache Maßnahmen können dabei eine deutliche Verbesserung des Blutzuckerspiegels bewirken.

Aber: für viele Patienten ist es enorm schwierig, ihren gewohnten Lebensstil zu verlassen! Für diese ist es empfehlenswert, an spezialisierten Übungsprogrammen teilzunehmen oder ein begleitendes Gesundheits-Coaching zu buchen.


Weiterhin besteht die schulmedizinische Behandlung in der Gabe verschiedener Medikamente, allen voran des fehlenden Insulins.

Mögliche seelischen Themen hinter einem Diabetes mellitus

In meiner Praxis liegt der Schwerpunkt auf der Behandlung von seelischen Themen und unterbewussten Blockaden hinter den verschiedenen Erkrankungen.

Daher möchte ich in diesem Artikel vertieft auf die wichtigsten und häufigsten eingehen.



Er-Nährung - was nährt uns wirklich?


Bei den meisten Diabetikern spielt ein ungesundes Essverhalten eine große Rolle. Und die meisten Betroffenen sind sich dieser Tatsache sehr wohl bewusst.

Sie sind oft sehr gut informiert, was sie bedenkenlos essen dürften, was ihren Körper gut ernähren würde und was nicht. Und dennoch ist es für viele ungemein schwierig, das Essverhalten zu verändern. Warum?


In aller Regel spielen unterbewusst wirkende Glaubensmuster und Gefühle hierbei eine große Rolle.

Diese stammen häufig aus unserer frühesten Kindheit, als wir als Baby in unserem Überleben vollkommen von der Mutter abhängig waren.

Das kann auch schon während der Zeit im Mutterleib beginnen, je nachdem, welche Erlebnisse oder Krisen die werdende Mutter während der Schwangerschaft durchleben musste.


Aber auch die Seele kann das Thema "Ernährung - Hunger - genährt werden" mit in dieses Leben bringen, oder im Familiensystem sind Erfahrungen von Kriegen und Hungersnöten abgespeichert und entfalten ihre Wirkung. Die Möglichkeiten sind vielfältig und individuell.


Mögliche Methoden, mit denen man diesen unterbewussten Programmierungen auf die Spur kommen kann, sind:

  • geführte Meditationen

  • die Arbeit mit dem Inneren Kind

  • hypnosystemische Ansätze

  • Familienaufstellungen

Ziel dieser Methoden ist es, den Betroffenen ein gutes Gefühl für die Bedürfnisse ihres Körper zurückzugeben und sie von möglichen Zwängen zu befreien, Süßigkeiten und Kohlenhydrate in großen Mengen verspeisen zu "müssen".

Süßer Zucker statt süßer Liebe


Zusätzlich zu den allgemeinen Ernährungsfragen lohnt es sich, den Themenbereich Zucker & süß zu betrachten.


Mein Eindruck ist es, dass oftmals das Gefühl, etwas Süßes zu essen, im Unterbewusstsein verkoppelt ist mit dem Gefühl von Liebe.


Daher kann ich nur empfehlen, mit einem Therapeuten des Vertrauens genauer nachzuspüren und aufzuarbeiten, wo genau diese Fehlprogrammierung bzw. dieses unterbewusste Missverständnis sitzt. So kann das Thema gelöst werden und durch die förderlichen .


Zusätzlich könnte es für Betroffene hilfreich sein, sich zu beobachten:

In was für einer Gefühlslage befinde ich mich, wenn das Bedürfnis nach etwas Süßem kommt? Und wie genau wandelt sich dieses Gefühl, während ich das Süße esse und auch danach?

Ein weiterer Punkt ist die Selbstliebe. Wenn es Ihnen gelingt, sich selbst mit der Liebe zu versorgen, die Ihr Inneres braucht, machen Sie sich unabhängig von der Liebe von außen oder ersatzweise dem süßen Essen.


Wenn Sie es sich zutrauen, können Sie dieses Thema beispielsweise in Meditationen oder geführten Fantasiereisen in Eigenregie angehen – Anleitungen dazu können Sie im Internet, beispielsweise bei Youtube, reichlich finden.


Hilfreich ist ansonsten auch die systemische Arbeit mit Inneren Anteilen. Erfahrene Coaches und Therapeuten können Sie bei Ihren Entwicklungsschritten sanft anleiten und begleiten.

Die Mutter


Es fällt mir immer wieder auf, dass zentrale Seelenthemen hinter einem Diabetes mellitus mit der Mutter zusammenhängen.


Bei der Mutter verbinden sich die verschiedenen Themen:

  • das Genährt-Werden als Säugling

  • die Süße der Muttermilch, die im Idealfall gleichzeitig mit der Liebe der Mutter geflossen ist

  • später dann der Übergang aus der vollständigen Abhängigkeit in die Selbstständigkeit, Selbstversorgung und Selbstliebe.

Dieser gesamte Themenkomplex bietet viele Punkte, an denen es zu Störungen gekommen sein kann. Diese speichern sich in Unterbewusstsein und Seele nachhaltig ein und können noch den Erwachsenen beeinflussen.


Dazu kommen können noch Themen aus dem Familiensystem der Mutter und der mütterlichen Ahnenlinie:

In dieser Linie sollten die Energien des Genährt-Werdens und der süßen Mutterliebe frei von Generation zu Generation fließen können und sind doch sehr häufig gestört.


Hilfreich, um sich diesen Themenkomplex genauer anzuschauen und aufzuarbeiten, ist eine Familienaufstellung.

Wenn Sie sich dafür eingehender interessieren, finden Sie in diesem Artikel ausführliche Informationen dazu.

Weitere Themen


Individuell können noch weitere Themen die seelisch-geistige Grundlage für einen Diabetes bilden, beispielsweise:

  • eine genetische Prägung, d.h. Themen aus dem Familiensystem, die über Generationen weitergetragen werden

  • unser wohlbekannter "Innerer Schweinehund", der uns einen gesunden Lebensstil verleidet oder erschwert

  • und vieles mehr

Wenn Sie sich auf die lohnende Reise in Ihr Inneres machen, werden Sie möglicherweise noch einige anderen Themen, Glaubensmuster und Überzeugungen antreffen und auflösen können!



Fazit


Wenn Sie unter einem Diabetes mellitus leiden, können Sie zusätzlich zu Ihrer schulmedizinischen Behandlung sehr von einer Aufarbeitung und Auflösung unterbewusster und seelischer Themen profitieren.


Allen voran möchte ich hier die Familienaufstellung und die Arbeit mit Gefühlen nennen, die Erleichterung bringen können.

Und wenn Sie möchten, unterstütze ich Sie dabei sehr gerne!


Herzlichst, Ihre Bettina Grill