• Bettina Grill

Mit diesen 8 Tipps können Sie Beziehungsprobleme nachhaltig verbessern!





Sie haben Probleme mit einem anderen Menschen und fühlen sich hilflos? Sie selber haben schon alles probiert und sind zu dem Schluss gekommen, der andere müsste einfach sein Verhalten ändern?

Das ist eine gedankliche Falle, in die wir immer wieder rein rutschen. Denn wann immer wir auf unserer Seite ein Problem verspüren, steht es auch in unserer Macht, etwas daran zu verbessern oder es ganz zu lösen.

Wie Sie das konkret angehen können, verrate ich Ihnen in diesem Beitrag.

Inhaltsverzeichnis:

Was genau ist eine Beziehung?

Wie kommt es zu Belastungen in Beziehungen?

Was ist für den Einzelnen möglich, was nicht?

Worauf können Sie wirklich Einfluss nehmen?

Tipp 1: im akuten Streit De-Eskalieren!

Tipp 2: Gefühle klären

Tipp 3: Kopf – Herz – Bauch

Tipp 4: Was denken Sie über den anderen?

Tipp 5: Eine einfache Übung - Strichmännchen

Tipp 6: Projektionen

Tipp 7: Aufstellungen

Tipp 8: Was ist mit Personen aus der Vergangenheit und mit Verstorbenen?

Fazit: persönliches Wachstum garantiert ;)



Was genau ist eine Beziehung?

Eine Beziehung ist dadurch definiert und gekennzeichnet, dass das Denken, Fühlen und Handeln der beteiligten Personen aufeinander bezogen ist. Dadurch entstehen Wechselwirkungen untereinander. Unsere eigenen Aktionen und unsere Gefühlslage werden beeinflusst von unserem Gegenüber. Letztlich sind wir in den Beziehungen keine alleinstehenden Individuen, sondern wir sind wie durch unsichtbare Bänder miteinander verbunden.


Beziehungen werden häufig als sogenanntes "System" betrachtet. Die Probleme, die sich in den Beziehungen entwickeln, werden typischerweise in systemischem Coaching oder systemischer Therapie bearbeitet. (Informationen zum systemischen Ansatz finden Sie hier, und zum Unterschied zwischen Coaching und Therapie informiert Sie dieser Beitrag)


Für Systeme wird gerne das Bild eines Mobiles zum Vergleich herangezogen. So, wie in einem Mobile die "Mitglieder" einander beeinflussen, geschieht es im übertragenen Sinne auch beispielsweise in einer Familie:

  • jeder hat seinen Platz (der gut oder nicht so gut sein kann)

  • jeder ist mit allen anderen verbunden

  • wenn ein Mitglied sich verändert, hat es Auswirkung auf das gesamte Gefüge

  • durch Impulse von außen gerät das System in Bewegung und findet dann wieder in ein stabiles Gleichgewicht zurück

Für die Beziehung zwischen zwei Personen lässt sich das Bild einer Wippe nutzen: Auch hier besteht ein Gleichgewicht, das sich verändert, sobald eine Person seine Position oder sein Gewicht verändert.


Kurzum – in Beziehungen wirkt sich jede Entwicklung immer auf alle Beteiligten aus. Und darin besteht die Chance, dass jeder einzelne zu einer Verbesserung beitragen kann.

Wie kommt es zu Belastungen in Beziehungen?


Gar keine Frage – zur Belastung in Beziehungen tragen sowohl einschneidende Ereignisse als auch die Persönlichkeit des einzelnen bei. Dominantes Verhalten, Aggression, übertriebene Eifersucht oder Narzissmus - mit manchen Zeitgenossen ist es tatsächlich schier unmöglich, eine gleichberechtigte und harmonische Beziehung zu führen.

Um solche Extremfälle soll es hier aber gar nicht gehen. Denn auch in jeder Beziehung zwischen „normalen“ Persönlichkeiten kann es knirschen und krachen.


Das liegt oft an unseren inneren Themen, die wir mit uns tragen, an unseren (unerfüllten) Bedürfnissen oder Ängsten. Werden diese durch das Gegenüber getriggert, werden in uns die entsprechenden Gefühle geweckt, wir fühlen uns ungeliebt, abgelehnt, herabgewürdigt.


Viele dieser inneren Themen tragen wir seit unserer frühen Kindheit mit uns herum, manche sind ein prägender Teil unserer Persönlichkeit. Aber letztlich sind diese Themen alle veränderbar und lösbar. Für manche, die tiefe Narben in der Seele hinterlassen haben, braucht es viel Zeit, und manchmal bräuchte es vielleicht auch mehr Zeit, als zur Verfügung steht.


Dennoch lohnt es sich, sich auf den Weg nach innen zu machen, um als Lohn dann im Außen die verbesserten Beziehungen genießen zu können!

Was ist für den Einzelnen möglich, was nicht?


Haben Sie schon einmal probiert, einen anderen Menschen zu verändern?

Möglicherweise hatten Sie Erfolg – dafür waren vermutlich folgende Faktoren notwendig:

  • Sie haben eine grundlegend harmonische, gute Beziehung.

  • Beide Seiten haben ein Interesse an dem Gelingen der Beziehung.

  • Es handelt sich um Dinge, die dem Gegenüber keine große Mühe machen.

  • Es geht nicht um ein Thema, das tief in der Persönlichkeit verwurzelt ist.

  • Sie haben Ihr Anliegen freundlich formuliert, ohne Vorwurf, Beleidigung oder Forderung.

Vielleicht ist Ihnen aber auch das Gegenteil schon passiert: dass Sie versucht haben, auf jemand anderen Einfluss zu nehmen, damit der sein Verhalten ändert, und Sie haben sich dabei sprichwörtlich die Zähne ausgebissen.

Denn wenn die oben genannten Faktoren nicht erfüllt sind, wird es schwer bis unmöglich, einen anderen Menschen zu verändern oder zu einer Veränderung zu bewegen!

Worauf können Sie wirklich Einfluss nehmen?


Letztlich ist der einzige Mensch, auf den Sie wirklich direkten Einfluss haben, Sie selbst.

Das Gute ist: dadurch, dass in Beziehungen die erwähnten "unsichtbaren Bänder“ und gegenseitigen Wechselwirkungen bestehen, haben Sie immer auch einen indirekten Einfluss auf den oder die anderen, wenn Sie sich selbst ändern.

Das können Sie sich in dem Bild der Wippe (für eine Zweierbeziehung) oder des Mobiles (für komplexere Gruppen mit mehreren Personen) vorstellen:

Wann immer Sie Ihre Position verändern, ändern Sie das ganze Gefüge. Änderungen in diesen Beispiel-Modellen könnten die Größe, das Gewicht oder die Position der Einzelteile betreffen.


Vielleicht haben Sie es in der Kindheit einmal auf der Wippe erlebt, dass Ihr Gegenüber schwerer war und sie oben gehalten hat. Wenn der Gewichtsunterschied nur gering war, konnten Sie nach hinten rutschen ( = Ihre Position verändern) und so die Wippe wieder nach unten bewegen.

Im Folgenden stelle ich Ihnen Methoden vor, mit denen Sie "Ihre Seite der Wippe" verändern können.

Tipp 1: im akuten Streit De-Eskalieren!


Haben Sie es schon einmal erlebt, dass Sie in einem Streit laut wurden und Dinge gesagt haben, die Sie später bereut haben?

Es passiert häufig, wenn wir getriggert werden, dass wir zurückschießen und sich ein Streit hochschaukelt.


Wann immer es Ihnen in einer Situation bewusst wird, dass Sie sich verletzt fühlen und im Begriff sind, verletzende Dinge zurückzugeben, versuchen Sie, sich zu stoppen - in den meisten Fällen werden Sie sich später darüber freuen!

Etwas, das wir ausgesprochen haben, ist nicht ungeschehen und ungehört zu machen. Aber es ist immer möglich, auch später mit kühlerem Kopf noch einmal Bezug zu nehmen auf die Streit-Situation.


Nehmen Sie sich heraus aus einer hitzigen Diskussion, fahren Sie runter, analysieren Sie, was in Ihnen vor sich geht, und wenn Sie dann wieder einen klaren Kopf haben, ist es immer noch ein guter Zeitpunkt, Ihre Meinung zu äußern.

Doch das klingt so einfach, wenn es hingeschrieben ist, und Sie fragen sich sicherlich, wie das im Alltag gehen soll. Es gibt natürlich leider kein Patentrezept, das von jetzt auf gleich anwendbar ist. Es ist ein Lern- und Entwicklungsprozess, der Sie Schritt für Schritt weiterbringt.

Tipp 2: Gefühle klären


Ein wichtiger erster Schritt ist es, Ihre Gefühle zuzulassen, wahrzunehmen und zu klären.

Gefühle sind Energieformen, die wir körperlich spüren können.

Daher ist es die einfachste Methode, um Gefühle aufzulösen, sie einfach wahrzunehmen und im Körper zu spüren:

  • Ziehen Sie sich zurück oder wählen Sie einen Moment, in dem Sie ungestört sind.

  • Stellen Sie sich die schwierige Begegnung noch einmal vor und versetzen Sie sich hinein, wie es Ihnen dabei ging.

  • Wenden Sie Ihre Aufmerksamkeit in Ihren Körper hinein. Möglicherweise fällt Ihnen das Fühlen leichter, wenn Sie Ihre Augen dabei schließen.

  • Atmen Sie ruhig und gleichmäßig, eventuell nehmen Sie ein paar tiefe Atemzüge, um in eine leichte Entspannung zu kommen.

  • Was spüren Sie? Möglicherweise ist es ein Druck, ein Stechen, ein Kälte- oder Wärmeempfinden.

  • Nehmen Sie möglichst wertfrei zur Kenntnis, was Sie wahrnehmen.

  • Versuchen Sie, wirklich im Fühlen zu bleiben und nicht den sich aufdrängenden Gedanken zu folgen! Wenn Sie bemerken, dass Sie vom Fühlen zum Denken übergegangen sind, schieben Sie die Gedanken sanft zur Seite und konzentrieren sich wieder auf das Fühlen.

  • Beenden Sie die Übung, wenn sich die Körperwahrnehmungen abschwächen und zur Ruhe kommen.

Diese leichte Übung kann schon viel Gutes bewirken und Ihnen zeigen, wie viel Einfluss Sie auf Ihre Gefühle haben!

Wenn Sie die Arbeit mit Gefühlen interessiert, gibt es darüber hinaus eine Vielzahl an Selbsthilfemethoden, die sich mit der Heilung von Gefühlen, seelischen Verletzungen oder dem Inneren Kind befassen.

Tipp 3: Kopf – Herz – Bauch


Um sich klar zu werden, was in einer bestimmten Situation oder in Bezug auf eine anderen Menschen in Ihnen los ist, und um Ihre Gefühle und Gedanken zu sortieren, können Sie folgende einfache Übung machen:


Vorbereitung:

  • Sie benötigen dafür drei Zettel. Diese stehen für Kopf, Herz und Bauch, die drei Zentren in unserem Körper, die oftmals gegensätzliche Ansichten und Bedürfnisse haben.

  • Sie können verschiedenfarbige Papiere verwenden oder die jeweilige Bezeichnung darauf schreiben.

  • Legen Sie die drei Zettel in einem Dreieck am Boden aus.

Durchführung:

  • Blicken Sie auf die drei Papiere: welches zieht Sie als erstes an? Auf dieses stellen Sie sich. Die Absicht ist, dass jetzt das entsprechende Körperzentrum in Ihnen mitteilen kann, was es bewegt.

  • Schließen Sie am besten zunächst einmal die Augen und fühlen in sich hinein:

  • Wie stehen Sie und wie ist Ihr Kontakt mit dem Boden? Fest, stabil, sicher und gut geerdet, oder schwankend, unsicher und wackelig?

  • Was spüren Sie in sich? Bemerken Sie einen Druck an einer Körperstelle, Kälte oder Wärme? Fühlen Sie sich wohl oder unwohl?

  • Nehmen Sie alles ruhig wahr, Sie werden bemerken, dass die Empfindungen sich mit der Zeit verändern.

  • Öffnen Sie dann die Augen und schauen sich um – worauf fällt Ihr Blick? Stehen Sie an einem guten Platz oder möchten Sie lieber woanders hin? Wie fühlen Sie sich jetzt?

  • Achten Sie auch auf die Gedanken, die Ihnen zu dem Thema oder der anderen Person kommen und darauf, was diese Gedanken in Ihnen auslösen. Es sind in der Regel Gedanken, die sich nicht aus Ihrem Verstand, sondern aus Ihrem Unterbewusstsein melden.

  • Wenn Sie allerdings durch zu viele Gedanken vom Fühlen abgelenkt werden, schieben Sie sie zunächst zur Seite, sofern sie nicht auf dem Kopf-Papier stehen. Ansonsten ist der Kopf später an der Reihe und darf dann alles zu dem Thema äußern.

  • Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Empfindungen, Gefühle und Gedanken in Ihnen zur Ruhe kommen, wechseln Sie auf den nächsten Bodenanker und nehmen dort wahr, was das entsprechende Körperzentrum fühlt und denkt.

Auf diese Weise sollten Sie auf allen drei Zetteln einmal stehen, oft ist es gut, noch einen zweiten Durchgang zu machen. Danach ist meist alles wahrgenommen, was für den Moment dran war, und es kehrt Ruhe ein.


Möglicherweise spüren Sie auch eine leichte Erschöpfung – diese Art von Arbeit setzt viele Energien frei und ist tatsächlich anstrengend für Ihr Unterbewusstsein!


Nehmen Sie abschließen wahr, wie Sie sich jetzt in Bezug auf Ihr Thema fühlen und was sich gegenüber dem Beginn verändert hat.

Tipp 4: Was denken Sie über den anderen?

Ist es Ihnen bewusst, dass Ihre Gedanken die Gefühle bestimmen und starken Einfluss darauf nehmen, wie Sie das Leben um sich herum wahrnehmen?


Von daher spielt es für Ihre Beziehungen ein große Rolle, was Sie über sich und den bzw. die anderen denken, und zwar bewusst und auch unterbewusst.


Schreiben Sie doch einfach einmal auf, was für Gedanken Ihnen über den anderen in den Kopf kommen! Schreiben Sie diese Sätze einfach runter, ohne darüber nachzudenken, und notieren Sie auch die Gedanken, die Sie sich normalerweise am liebsten nicht erlauben würden! Das sind unter Umständen die wichtigsten und aussagekräftigsten, mit denen Sie später am besten arbeiten können und die am meisten Wirkung haben.


Wenn Sie sich die Liste Ihrer Gedanken durchlesen – wie viele positive Gedanken sind dabei und wie viele negative?

Die positiven Gedanken sind die, die Ihre Beziehung stärken und Ihren Partner wachsen lassen. Die negativen Gedanken hemmen sowohl Sie selbst als auch den anderen.


Und die unbequeme Wahrheit ist: Diese Gedanken oder Glaubenssätze sagen sehr häufig etwas über Sie selbst aus, nicht unbedingt über den anderen!


Nehmen Sie sich die notierten Aussagen einmal einzeln vor und hinterfragen Sie sie genauer: stimmen sie wirklich und vollständig? Möglicherweise wäre es sinnvoll, den einen oder anderen zu relativieren.

Und fragen Sie sich: Was können diese Gedanken Ihnen über sich selbst rückmelden?

Wenn Sie in die Arbeit mit Glaubenssätzen tiefer einsteigen möchten, können Sie das beispielsweise mit der Methode "The Work" nach Byron Katie machen.

Tipp 5: Eine einfache Übung - Strichmännchen


Eine einfache, spielerische und dennoch wirksame Methode, um Beziehungen zu verbessern, ist die Strichmännchen-Technik nach Lucie Bernier und Robert Lenghan.

Aus Platzgründen möchte ich hier nicht näher darauf eingehen – Sie finden im Internet (auch auf Youtube) zahlreiche Beschreibungen und Anleitungen dazu.

Nur so viel sei gesagt: Es ist eine Methode, die mit Papier und Stift arbeitet, Spaß macht und keinerlei Zeichenkünste erfordert. Probieren Sie es aus!

Tipp 6: Projektionen


Projektionen sind alltäglich und passieren unbewusst und unwillkürlich immer wieder im Kontakt mit anderen Menschen.

Projektionen sind unbewusste innere Persönlichkeitsthemen, die auf das Gegenüber übertragen, also projiziert werden.


Sie können sich das wie einen Diaprojektor vorstellen: Ihr Gegenüber zeigt ein Verhalten, das in Ihnen die Erinnerung an eine vergleichbare gespeicherte Situation weckt.


Beispielsweise könnte sich Ihre Arbeitskollegin manchmal so verhalten, wie Sie es früher mit Ihrer Mutter erlebt haben.

In Ihrem Unterbewusstsein wird diese Erinnerung wach, und Sie "rutschen" unmerklich in Ihr damaliges Sein. Dadurch fühlen Sie sich so wie als Kind gegenüber Ihrer Mutter und sehen in der Kollegin die Mutter.


Das Problematische an Projektionen ist – sie geschehen unwillkürlich und sind daher schwer zu kontrollieren. Wenn das aktivierte Thema aus der Kindheit stammt, befinden Sie sich in dem aktuellen, aktivierten Moment in der Rolle eines Kindes – Ihre erwachsenen Kompetenzen stehen Ihnen dann nicht zur Verfügung.


Was tun bei Projektionen?

Ein erster (großer!) Schritt ist es, sich dessen bewusst zu werden, was gerade passiert. Damit können Sie sich zumindest entscheiden, diese Rolle nicht in aller Ausführlichkeit auszuspielen, die Projektion verliert ihre Macht über Sie.


Wenn Ihnen bewusst wird, was das Thema hinter der Projektion ist, können Sie sich mit diesem befassen und es dadurch auflösen. Das gelingt in manchen Fällen sehr gut, in anderen Fällen ist das Thema so tief im Unterbewusstsein vergraben, dass es professionelle Hilfe braucht.

Zum Auflösen von Projektionen werden oft Familienaufstellungen genutzt.

Tipp 7: Aufstellungen


Die klassische Methode in Coaching, Beratung und Therapie, um Beziehungen zu klären und zu verbessern, sind Systemische Aufstellungen oder Familienaufstellungen.

Vielleicht haben Sie davon schon gehört oder sogar schon eigene Erfahrungen gesammelt? Wenn Sie sich darüber weitergehend informieren möchten, empfehle ich Ihnen diesen Blog-Artikel.


Aufstellungen werden normalerweise in Gruppen durchgeführt oder in Einzelsitzungen mit einem Coach oder Therapeuten.

Wenn Sie schon Erfahrungen damit gemacht haben und es sich zutrauen, können Sie einfache Aufstellungen auch gut alleine durchführen:


Aufstellung mit Stühlen:

  • stellen sie für jede beteiligte Person einen Stuhl in den Raum.

  • Betrachten Sie die Stühle zunächst aus der Ferne: Wie wirken sie auf Sie?

  • Dann setzen Sie sich nacheinander auf die Stühle und spüren in sich hinein: Sie sind jetzt gewissermaßen in die Energie des anderen „hineingeschlüpft“. Die Körperwahrnehmungen und möglicherweise auch die Gedanken, die Sie jetzt haben, geben Ihnen Informationen, wie es der anderen Person in der Beziehung geht.

  • Nehmen Sie alles wertfrei wahr und lassen Sie Gedanken und Gefühle durchziehen.

  • Seien Sie sich bewusst, dass Sie in dieser Rolle nicht alle beliebigen Informationen von dieser Person erhalten können! Die Seele, das Unterbewusstsein oder das Familiensystem stellen Ihnen genau die Informationen zur Verfügung, die Sie in dem Moment erfahren und lösen dürfen.

Aufstellung mit Bodenankern:

  • Anstatt der Stühle nehmen Sie beispielsweise Blätter Papier, die Sie auf dem Boden auslegen und auf die Sie sich stellen.

  • Der Ablauf entspricht dem mit den Stühlen.


Aufstellung mit Gegenständen:

  • Wählen Sie beliebige Gegenstände für die beteiligten Personen und stellen Sie sie vor sich auf den Tisch.

  • Sie bleiben jetzt in der beobachtenden Betrachter-Rolle und fühlen sich von außen in die Gegenstände bzw. Personen und deren Beziehung zueinander ein.

  • Auch hier lassen Sie alles wertfrei durchziehen, was sich an Gefühlen und Gedanken zeigt.


Diese Beschreibungen sind sehr kurz umrissen – wenn Sie sich unsicher fühlen, ist es zunächst besser, diese Methoden mit einem erfahrenen Coach oder Therapeuten einzuüben. Danach werden Sie zunehmend besser auch alleine kleine Aufstellungen für sich durchführen können.

Tipp 8: Was ist mit Personen aus der Vergangenheit und mit Verstorbenen?

Da es vor allem darum geht, Änderungen in Ihnen selbst zu bewirken, ist diese Arbeit immer möglich, unabhängig davon, ob die andere Person derzeit in Ihrem Leben ist.

Erinnern Sie sich an die Wippe oder das Mobile – Sie verändern Ihre Position, nicht die des anderen!


Zusätzlich lässt sich sagen: es geht bei Aufstellungen um Arbeit auf Seelenebene. Und die Seele unterliegt dabei nicht unserer linearen Zeit – daher können Sie auch mit längst verstorbenen Personen tiefgreifende Lösung finden.

Fazit: persönliches Wachstum garantiert ;)


Die Beschäftigung mit Ihrer Seite einer Beziehung ist auf jeden Fall lohnenswert!

Neben der Verbesserung der Beziehung, die Sie erzielen können, profitieren Sie selbst enorm davon: Ihre Selbstwahrnehmung wird geschult, sie lernen, Ihre Gedanken und Gefühle wahrzunehmen und damit umzugehen.


Insgesamt wird so Ihr persönliches Wachstum und Ihre Reife im Umgang mit anderen Menschen gefördert und entwickelt.


Für tiefgreifendere oder komplexere Themen ist es sinnvoll, wenn Sie diese Methoden zunächst mit einem Coach oder Therapeuten anwenden. Dieser kann Sie durch Ihre Themen hindurchführen und umfassende Entwicklungsprozesse ermöglichen.

Gerne können Sie mich ansprechen, wenn Sie eine solche Unterstützung wünschen!


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg auf Ihrem Weg zu harmonischen Beziehungen!

Herzlichst,

Ihre Bettina Grill