• Bettina Grill

Was ist eine Seele, wie wirkt sie auf unser Leben und was ist der Unterschied zur Psyche?




Die Vorstellung, dass der Mensch eine Seele besitzt, beschäftigt und fasziniert die Menschheit seit ihrer Entstehung.

Doch bislang ist der wissenschaftliche Nachweis offen, so dass viele Beschreibungen der Seele auf überlieferte Lehren sowie auf individuelle Wahrnehmungen zurückgehen.


Die Darstellung der Seele, die ich in diesem Artikel beschreibe, beruht vor allem auf Informationen und Wahrnehmungen, die sich im Laufe meiner Arbeit auf Seelenebene ergeben haben.



Inhalt dieses Artikels:


1. Psyche oder Seele?

2. Woher wissen wir, ob es eine Seele gibt?

3. Was ist eine Seele?

4. Wie lebt eine Seele?

5. Welche Wirkung hat die Seele auf unser Leben und unsere Gesundheit?

6. Mit der Seele in Kontakt kommen

1. Psyche oder Seele?

Psyche:

Die moderne Medizin und Naturwissenschaft benutzt ausschließlich den Begriff der Psyche.

Damit gemeint sind die Persönlichkeit und die geistigen Eigenschaften eines Menschen, die geprägt werden von allen bewussten und unbewussten Vorgängen im Bereich des Fühlens, Denkens und Wahrnehmens.


Seele:

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff der Seele üblicherweise synonym verwendet zur Psyche.


Eine transzendente Bedeutung bekommt die Seele im religiösen und philosophischen Zusammenhang. Sie gilt in vielen Lehren und Strömungen als Trägerin des Lebens, die unabhängig vom Körper existiert, die körperliche Existenz überdauert und unsterblich ist.


Andere Denkansätze und philosophische Schulen wiederum verneinen die Existenz einer Seele und gehen davon aus, dass die Vorstellung einer Seele ein bloßes Gedankenkonstrukt ist.


Wie sehe ich es?

Zunächst einmal ist es für mich unzweifelhaft, dass es die Seele gibt. Das Bild, das sich für mich in Bezug auf Seele und Psyche ergeben hat, ist folgendes:


Die Seele ist ein energetisch-geistiges Wesen, das zunächst einmal in einer höheren (Bewusstseins-) Dimension angesiedelt ist als in unserer dreidimensionalen Welt. Das macht es so schwierig, sie mit unseren klassischen wissenschaftlichen Methoden zu erfassen und zu beweisen.


Die Psyche ist dann nach meiner Wahrnehmung ein Anteil oder eine Ebene der Seele, und zwar diejenige, der unseren Körper in der 3-dimensionalen, materiellen Welt umgibt. Durch die Psyche werden Merkmale der Seele – Eigenschaften und Fähigkeiten, aber auch Schwächen sowie die Impulse des Lebens – auf das körperliche Dasein und in unsere Alltagswelt übertragen und dort ausgelebt.

2. Woher wissen wir, ob es eine Seele gibt?


Grundsätzlich ist die Seele mit anerkannten wissenschaftlichen Methoden (bislang) nicht messbar, geschweige denn sichtbar zu machen. Und da wir Menschen bevorzugt Dinge glauben, die wir mit unseren Sinnen wahrnehmen und überprüfen können, gehört für so manchen die Seele in den Bereich des religiösen Glaubens.


Hinweise auf eine Seele gibt es dennoch zahlreiche. Beispiele sind:

  • Alle alten Hochkulturen hatten eine Vorstellung von einem Leben nach dem Tod – davon zeugen die verschiedensten Totenkulte, Grabbeigaben oder die Pyramiden der Ägypter. Mir zumindest ist keine Hochkultur bekannt, die davon ausgegangen wäre, dass mit dem Tod das Leben vorbei ist.

  • Aus heutiger Zeit gibt es eine Vielzahl an Nahtodberichten – Situationen, in denen ein Mensch klinisch tot war, aber reanimiert werden konnte und von besonderen Erlebnissen und Wahrnehmungen berichtet hat. Wer oder was diese Erlebnisse nach dem klinischen Ableben hatte, lässt sich wissenschaftlich schwer erklären.

  • In schamanisch geprägten Kulturen gibt es Trance-Erlebnisse der Schamanen und Medizinmänner, die von Seelen handeln, auch von denen Verstorbener.

  • Und dann natürlich berichten auch immer wieder Meditierende aus unterschiedlichen Kulturkreisen von mystischen Begegnungen mit Ihrer Seele.

  • Mit persönlich hat unter anderem das kinesiologische Testen geholfen, ein Gefühl für meine Seele zu bekommen. Als ich dieses vor über 10 Jahren gelernt habe, habe ich mich immer wieder versichert, aus welcher Quelle die Antwort kommt – z. B. aus dem Unterbewusstsein, der Seele oder doch eher dem Verstand oder dem Ego. Dabei gab es klare Unterschiede, und die Seele als eine eigene antwortende Instanz trat immer wieder auf.

3. Was ist eine Seele?

Die Seele ist das geistige Wesen, das wir letztendlich sind. Sie besteht aus Energie in Verbindung mit Bewusstsein.


Die Energie der Seele umgibt den Körper als Energiewolke. Wenn Sie Aura-Fotografie, also Fotos von menschlichen Energiefeldern, kennen – dort werden auch Aspekte der Seele mit abgebildet.


Diese Energiewolke, die die Seele ist, steht über verschiedene Energiezentren (Chakren) mit dem Körper und damit mit unserem physischen Sein in Verbindung.


Letztendlich ist die Seele in ihrer Charakteristik sehr "menschlich", sie hat Gedanken und Gefühle, ihre individuellen Eigenschaften und Fähigkeiten, aber auch Schwächen und traumatischen Erlebnisse - genau wie unser Alltags-Ich.

4. Wie lebt eine Seele?

Irgendwann zu Beginn unseres Lebens verbindet die Seele sich mit dem werdenden Körper. Dafür gibt es keinen regelhaften, festen Zeitpunkt, dieser kann im Normalfall variieren zwischen der Zeugung und der Geburt.

Ab dann ist sie unser ständiger Begleiter und beeinflusst viele Ereignisse und Erlebnisse in unserem Leben.


Auch eine Seele benötigt „Nahrung“, und diese kommt, wie für unsere Körper, von der Sonne.

Wenn wir pflanzliche Kost zu uns nehmen, besteht diese einerseits aus mineralischen Stoffen, die aus dem Erdboden kommen (Salze, Mineralstoffe, Spurenelemente), andererseits aus organischen Stoffen, die die Pflanze mit Hilfe des Sonnenlichts hergestellt hat (Eiweiße, Kohlenhydrate, Fette). Der Energiegehalt der Pflanzen, der in Kalorien gemessen wird, ist gewissermaßen gespeicherte Sonnenenergie.

Bei tierischer Kost geht das eine Stufe weiter: eine Kuh beispielsweise nutzt die im Gras gespeicherte Sonnenenergie, um ihren Körper aufzubauen. Der Energiegehalt beziehungsweise die Kalorien des Rindfleisches, das wir essen, stammt somit letztlich ebenfalls von der Sonne.

Auf diese Weise stammt die gesamte Energie, die unser Körper zum Wachsen und Leben benötigt, von der Sonne.


Die Energie, die die Seele ernährt, kommt ebenfalls von der Sonne, nur dass es hier um andere Energiefrequenzen geht. Die Pflanzen benutzen für ihre Photosynthese einen bestimmten Ausschnitt aus dem sichtbaren Licht, und die Seele nutzt Lichtfrequenzen, die jenseits des sichtbaren Bereichs liegen, aber gleichfalls von der Sonne ausgestrahlt werden.



Die Ziele der Seele in unserem Leben sind Weiterentwicklung, Wachstum und Erfahrungen.

Dabei betrachtet die Seele unser einzelnes Leben als nur einen Mosaikstein in ihrer eigenen Existenz, die sich über viele Leben hinzieht und schon tausende, hunderttausende oder mehr Jahre andauert.


Im Laufe der vielen Leben auf der Erde entwickelt die Seele ihre Persönlichkeit und ihre Fähigkeiten, die sie in jedes weitere Leben hineinträgt. Dabei kann es sehr stark variieren, wie deutlich sich diese seelischen Eigenschaften und Merkmale im Alltagsleben zeigen.


Beispielsweise habe Sie bestimmt schon einmal Berichte über besonders begabte Kinder gesehen oder gelesen. Einige dieser Kinder haben in jungen Jahren schon Talente wie Singen oder Klavierspielen, die wie "nicht von dieser Welt" wirken. Hier zeigt die Seele, was sie sich in früheren Existenzen angeeignet hat!

Oder vielleicht haben Sie selber Eigenschaften, positive wie negative, von denen Sie sich nicht erklären können, woher Sie diese haben, weil sie in ihrer Familie unüblich sind – es besteht eine gute Wahrscheinlichkeit, dass sich hiermit ihre Seele zeigt.

Ein anderer Lebensbereich, wo sich der Einfluss unserer Seele zeigt, sind Beziehungen zu anderen Menschen.

Die Seele lernt im Laufe ihrer Existenz viele andere Seelen kennen und verbringt mit ihnen gemeinsame Leben.


Man sagt, dass Seelen, die eine innige Beziehung miteinander haben, sich "verabreden" und in späteren Leben wieder treffen. Das können dann zum Beispiel Menschen sein, denen wir begegnen und bei denen wir gleich das Gefühl haben, wir kennen sie schon seit Ewigkeiten – vielleicht ist es wahr!


Aber auch das Gegenteil kommt vor: wenn ein Mensch eine schwere Schuld auf sich geladen hat in Bezug auf einen anderen Menschen, kann es sein, dass sich diese beiden Seelen in einem späteren Leben wieder begegnen. Dieses Mal ist es oft unter umgekehrten Vorzeichen, so dass Täter- und Opferrolle getauscht werden.

5. Welche Wirkung hat die Seele auf unser Leben und unsere Gesundheit?


Die Seele hat zunächst einmal großen Einfluss auf unsere Persönlichkeit und unseren Charakter. Sie bestimmt unsere Stärken und Schwächen, unsere Interessen und Ängste.


Und die Seele ist bestrebt, sich im körperlichen Leben weiter zu entwickeln, zu lernen und vor allem ihre individuellen Eigenschaften und Fähigkeiten in die Welt zu bringen.

Wenn das gut funktioniert, ist auch unser Leben "im Fluss", Dinge ergeben sich mühelos und mit Freude.

Problematisch wird es vor allem unter zwei Bedingungen:

  • Wenn die Seele daran gehindert wird, sich zu verwirklichen, vielleicht weil sie unter widrigen Bedingungen wie in Krisenzeiten lebt. Dann entwickelt sich seelischer Stress, der sich als Unzufriedenheit, depressive Verstimmung und Unbefriedigt-Sein äußert. Gleiches kann auch passieren, wenn wir in einer Familie aufwachsen, in der wir unsere Individualität nicht entfalten dürfen. Beispielsweise, wenn wir einen Familienbetrieb übernehmen müssen, obwohl es einfach nicht unseren Interessen entspricht.

  • Und wenn die Seele im aktuellen Leben Traumata erlebt oder aus einem früheren Leben mitbringt, ist sie in dem betroffenen Lebensbereich eingeschränkt. Wenn diese Traumata über längere Dauer bzw. mehrere Leben bestehen und nicht aufgelöst werden, sich im schlimmsten Fall sogar weiter vertiefen, kann sich das als gesundheitliche Störung zeigen. Diese tritt dann vor allem in den Bereichen unseres Körpers auf, die dem Seelenthema entsprechen und daher anfällig sind für immer wieder erneute Erkrankungen.

6. Mit der Seele in Kontakt kommen

Grundsätzlich ist es für die Seele ein sehr freudiger Moment, wenn sich der Mensch ihrer bewusst wird, ihr Dasein akzeptiert und in Kontakt sein möchte.


Hier möchte ich Ihnen zwei einfache Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie in Kontakt mit Ihrer Seele kommen können:


A) Kleine Hinweise

Vermutlich versucht Ihre Seele immer wieder, sich Ihnen mitzuteilen, ohne dass Ihnen das bewusst wird.


Achten Sie einmal auf folgende Situationen:

  • Ihnen fallen immer wieder dieselben Dinge ins Auge, ohne dass es dafür einen ersichtlichen Grund gibt. Typisches Beispiel dafür ist, dass sie wiederholt zu derselben Uhrzeit auf die Uhr blicken.

  • "Zufälle", die sich in Ihrem Leben ereignen, beispielsweise wenn Sie zufällig Menschen treffen, die ihnen etwas für Sie Wichtiges sagen

  • Ängste oder andere Gefühle, die Sie überkommen und die sich nicht aus der jeweiligen Situation erklären lassen

  • Einfälle, „geniale“ Ideen oder Eingebungen (im wahrsten Sinne des Wortes)

  • Sie machen alltägliche Dinge auffallend anders als üblich oder gehen einen anderen Weg als üblich und wundern sich, woher der Impuls kam

  • Ohrwürmer oder Worte, die Ihnen im Kopf hängen bleiben


Wenn Sie auf solche Dinge achten und es tatsächlich Kontaktaufnahmen Ihrer Seele sind, wird Sie Ihre neu gewonnene Aufmerksamkeit mit Freude registrieren und vermutlich versuchen, Ihnen häufiger auf diesen Wegen etwas mitzuteilen!

B) Der Seele in einer Meditation begegnen

Wenn Sie möchten, können Sie Ihrer Seele in einer kurzen Meditation begegnen:


  • Wählen Sie dafür einen Moment, in dem Sie für 10-15 Minuten ungestört sind.

  • Setzen Sie sich bequem hin und schließen Sie die Augen, um Ihre Aufmerksamkeit nach innen zu wenden.

  • Spüren Sie Ihren Körper, den Kontakt zum Fußboden und zu Ihrem Stuhl und beobachten Sie für ein paar Atemzüge Ihren Atem, ohne ihn verändern zu wollen.

  • Wenn Sie sich ruhig fühlen, stellen Sie sich einen Ort in der Natur vor, an dem Sie sich sicher und wohl fühlen – beispielsweise eine sonnige Blumenwiese oder einen Strand.

  • Tragen Sie den Wunsch in sich, Ihrer Seele zu begegnen, und warten darauf, was sich zeigt: Möglicherweise nehmen Sie eine Figur in der Ferne wahr, die näher kommt, oder auch nur einen Lichtball.

  • Wenn Sie nicht gut Bilder wahrnehmen können – kein Problem, Ihre Seele ist nicht darauf angewiesen, dass Sie sie unbedingt sehen! Achten Sie auf gefühlte Wahrnehmungen, Worte oder andere Wahrnehmungen.

  • Was zeigt sich Ihnen? Was teilt Ihre Seele Ihnen mit, und möchten Sie umgekehrt ihr etwas mitteilen? Dafür reichen Ihre bloßen Gedanken, die sofort bei Ihrer Seele ankommen.

  • Wenn Sie die Begegnung beenden wollen, können Sie sich verabschieden und allmählich wieder in das Hier und Jetzt zurückkehren. Möglicherweise verschwinden die Bilder auf von alleine, wenn für den Moment genug Informationen ausgetauscht sind.


Wann immer Sie wollen, können Sie diese Übung wiederholen – Sie werden merken, dass es mit der Zeit leichter wird, in einen entspannten, meditativen Zustand zu kommen und wahrzunehmen, was sich zeigt!

Viel Erfolg dabei und viel Freude auf ihrem Weg gemeinsam mit Ihrer Seele!

Ihre Bettina Grill

Übrigens: Wenn Sie Anleitung oder Begleitung bei der Begegnung mit Ihrer Seele wünschen, unterstütze ich Sie gerne in meinen Workshops und in Einzelterminen!